Sicherheit bei Videokonferenzen

Zoom wurde in den letzten Wochen stark für seine Datenschutzpraktiken kritisiert und reagiert nun endlich mit einer Lösung drauf. Nun möchte der Anbieter zahlenden Nutzern mehr Mitspracherecht gewähren, bei der Auswahl der Server.

In den vergangenen Wochen, ist die Anzahl der Nutzer des Videokonferenzanbieters explosionsartig gestiegen. Von zehn Millionen Nutzern im Dezember vergangenen Jahres ist die Zahl auf 200 Millionen Nutzer im März rasant gestiegen. Durch diesen enormen Wachstum, mussten demensprechend auch die Serverkapazitäten in der ganzen Eile angepasst werden. Daraus resultierte die Umleitung einiger Videokonferenzgespräche über das Zoom-Rechenzentrum in China. Doch dies fand viel Kritik, vor allem in den USA.

Ab sofort solle es nun zahlenden Nutzern ermöglicht werden, selbst darüber entscheiden zu können, welchen Server sie nutzen wollen.

 

Auswahl von Rechenzentren-Regionen für Zoom-Nutzer ermöglicht

Ab dem 18. April sollen Sie, als zahlender Nutzer, auswählen können welches bestimmtes Rechenzentrum genutzt werden soll, beziehungsweise soll die Region der Rechenzentren auswählbar sein. Dieser Schritt soll im Rahmen der Fokussierung auf mehr Datenschutz und der Behebung von Sicherheitslücken laufen. Dabei können folgende Regionen ausgewählt werden: USA, Kanada, Europa, Indien, Australien, China, Lateinamerika und Japan/Hongkong.

Aber auch die kostenlosen Nutzer sollen künftig nicht benachteiligt werden. Sie haben nicht das Privileg wählen zu können über welchen Server ihr Gespräch läuft, jedoch sollen sie über ihre Heimatregionen geroutet werden. Das bedeutet, ein Videogespräch eines Nutzers, welcher sich in Europa befinden, soll künftig dann auch über europäische Rechenzentren geleitet werden. Auch für die US-Nutzer bedeutet das, keine Umleitung über China mehr. Ein Videoanruf aus den USA wird ebenso auf einem Server in den USA landen. Jedoch gilt des nur, wenn die Nutzer sich in diesem Land befinden. Wenn sich ein amerikanischer Nutzer in China befindet, so wird sein Videoanruf auch über einen Server in China geleitet. Es soll auch möglich sein, bestimmte Regionen auszuschließen, jedoch nicht Ihre Region auszusuchen.

 

Reaktion von Zoom auf massive Kritik

Aus der massiven Kritik auf Zoom resultiert nun die Bestimmung der Nutzer über die Rechenzentren. Diese Entscheidung der Nutzer zu ermöglichen ist ein Zugeständnis von Zoom. Denn nach einigen US-Schulbehörden wurden Mitarbeitern, wie beispielsweise von Google, die Zoom-Nutzung sogar verboten. Auch der Aktienkurs litt durch die Sicherheitsbedenken und wurde stark gedrückt. In den kommenden drei Monaten soll sich Zoom auf die Optimierung der Datenschutzpraktiken und der Sicherheit konzentrieren, statt auf neue Features, so Zoom-Chef Eric Yuan.

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