Ergonomie-Tipps fürs Homeoffice

Der Arbeitsplatz im Homeoffice ist oft nicht so optimal ausgelegt, wie der Arbeitsplatz im Büro. Über 90% der heimischen Arbeitsplätze sind bedenklich eingerichtet, zusätzlich sitzen wir krumm und schief. Das führt zu Schulter- und Nackenversteifungen oder Verspannungen. Ebenfalls ist die Lendenwirbelsäule stark belastet.

 

Sitz-Risiko weiterhin unterschätzt: Gesundheit wird Nebensache

Langes Sitzen ist gesundheitsschädigend mit Zunahme an dem Risiko von Herz-Kreislauf- und Stoffwechsel-Erkrankungen und den sonstigen orthopädischen Beschwerden. Im Ausnahmezustand vergessen wir uns körperlich ausgleichen. Das fällt uns als Gewohnheitstier schwer in einer neuen Tagesstruktur zurecht zu finden. Daraus resultieren Schmerzen, die wir aber meistens erst merken, wenn sie uns von der Arbeit ablenkt.

 

Rückenschmerzen im Homeoffice – was tun?

Die wichtigste Basis für schmerzfreies arbeiten ist die ergonomische Einrichtung des Arbeitsplatzes. Dabei können Sie sich an der Faustregel, dem „Achsen-Check“ orientieren. Dabei sollen Sie Ihre Füße flach auf den Boden abstellen, die Hüft-, Kniegelenke und Ellbogen circa im 90 Grad Winkel gebeugt platzieren. Zusätzlich soll der Bildschirm so ausgerichtet sein, dass die oberste Bildschirmzeile leicht unterhalb der Sehachse liegt. Wenn Sie keine individuell einstellbaren Sitzmöbel besitzen, können Sie sich mit diesen Tricks behelfen:

1. Stuhl

Wenn der Stuhl nicht verstellbar sein sollte und zu hoch ist, so können Sie mit einem kleinen Hocker oder einer Kiste nachhelfen, den festen Stand mit beiden Füßen zu gewehrleisten. Ist der Stuhl jedoch zu niedrig, so können Sie Ihn mit einem Kissen oder einer gefalteten Decke (nicht zu weich) individuell regulieren.

2. Rückenlehne

Ist der Stuhl nicht mit einer flexiblen Rückenlehne ausgestatten (Küchenstuhl), so können Sie mit Polstern der Gartenmöbel oder einer dünnen gefalteten Decke für mehr Komfort sorgen und damit auch die Wirbelsäule unterstützen.

3. Bildschirmhöhe

Ist ein Laptop oder ein Bildschirm vorhanden, auf welchen Sie dauernd herunterschauen müssen, können Nackenverspannungen oder Kopfschmerzen als Folgen resultieren. Dagegen können Sie den Bildschirm erhöhen, indem Sie etwas unterstellen. Beispielsweise ein dickes Buch, Paket oder eine Box helfen aus. Bei einem Laptop empfiehlt es sich, diesen ebenfalls zu erhöhen und eine externe Tastatur und Maus zu verwenden.

4. Tisch

Wenn Ihr Tisch zu hoch sein sollte, so können Sie Ihren Stuhl und die Fußposition, wie oben beschrieben, erhöhen. Ist der Tisch jedoch zu niedrig, so sollten Sie durch eine Unterlage unter den Tischbeinen die gesamte Arbeitsfläche anheben.

Gesünder sitzen im Homeoffice – mit digitalem Ergonomie-Coaching

Um schmerzfrei im Homeoffice arbeiten zu können sind bewegte Pausen sehr wichtig. Jede Bewegung, Streckung und jedes Aufstehen ist die besten Möglichkeiten den Schmerzen aus dem Weg zu gehen. Zusätzlich können Sie aber auch noch einen digitalen Ergonomie-Coaching zur Hilfe ziehen. Mitarbeiter können sich per Video-Konferenz einen Ergonomie-Experten ins heimische Arbeitszimmer holen. In einem gemeinsamen Analyse-Gespräch nimmt ein Physiotherapeut oder Sportwissenschaftler sowohl den Arbeitsplatz als auch die typischen Haltungsmuster und die physische Konstitution des Mitarbeiters genau unter die Lupe. Personalisierte Übungsprogramme für zuhause sowie ein Plattformzugang mit hilfreichen Tipps und speziellem Videomaterial für mehr alltagsnahe Bewegung und arbeitsplatzspezifische Ergonomie runden dieses Angebot ab.

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