Gendergerechte Sprache

Dieses Thema sorgt immer wieder für hitzige Gespräche. *Innen, m/w/d, die Diskussion um die geschlechtergerechte Sprache zieht einen langen Rattenschwanz hinter sich her. In unserer Gesellschaft gibt es einige Redewendungen, welche maskulin im Sprachgebrauch verwendet werden. Einige Menschen die diese Maskulinität in ihrem Sprachgebrauch verwendet, verwenden dies oft ohne etwas Schlechtes damit bewirken zu wollen, doch bei anderen Menschen löst dies ein Gefühl von Ungerechtigkeit aus.

 

Ausbleibende Wirkung?

In einigen Unternehmen bekommt die gendergerechte Sprache nicht den Raum, den sie angesichts unserer Zeit bekommen sollte. Viele Reaktionen gehen vor allem gegen die gendergerechte Sprache. Argumente dafür sind beispielsweise von schlechter Lesbarkeit, beeinträchtigter Lesefluss bis hin zur fehlenden Wirkung. Den Höhepunkt gegen die gendergerechte Sprache wurde durch die Petition des Vereins Deutscher Sprache erreicht, der die deutsche Sprache als eigenständiges Kulturgut schützen wollte. Ihre Argumente dafür waren, dass durch die gendergerechte Sprache die Frau in der Gesellschaft auch keine Gleichstellung erreichen würde.

 

Spiegelt Sprache die Wirklichkeit?

Wenn Sie von Manger, Gründer und Vordenker sprechen, so sprechen Sie wörtlich nur von Männern, auch wenn Sie vielleicht Frauen inkludieren. Zusätzlich müssen Sie nicht nur die Frauen bedenken, sondern auch die Menschen, die weder Frau noch Mann sind. Deswegen sprechen Sie im Idealfall auch von Manger*innen, Gründer*innen und Vordenker*innen. Das macht für viele Menschen einen spürbaren Unterschied aus, was auch mit Studien nahgewiesen wurde. Sprache festigt unser Denken. Deswegen ist es umso wichtige die richtige Sprache zu benutzen. Natürlich kann nicht nur alleine durch die Sprache jedes Geschlecht gleichgestellt werden, aber es ist eine wichtige Stütze in der Bewegung.

 

Gendern tut nicht weh

Es gibt bislang nur wenige Magazine, die gendergerechte Artikel benutzen. Durch die Jahrzehntelange Routine fällt es vielen Journalist*innen oder Kommunikationsberater*innen schwer die neue Sprache zu verwenden, zusätzlich ist es durch die strengen Vorgaben der Headlines und Beiträge einfacher die maskuline Variante zu wählen. Vor allem aber muss das die PR schaffen zu integrieren. Egal ob Print, Online, TV oder Radio, alle müssen den Gebrauch umsetzten. Gerade die junge Generation öffnet sich dafür, die ältere Generation muss noch nachziehen. Aber auch hier lassen sich Möglichkeiten einer „sanften Rebellion“ raus aus der Komfortzone finden:
• Neutrale Beschreibungen wie „Fachkraft‟ oder „Publikum‟ schaffen Gleichheit.
• Verben wie „teilnehmen“ können Substantive wie „Teilnehmer“ gezielt und vor allem stilistisch gut ersetzen.
• Profilbeschreibungen wie „Fachleitung‟ neutralisieren den „Fachleiter‟.
• Weibliche Stimmen und Meinungen setzen Akzente.
• Direkte Anrede mit dem Vor- und Nachnamen schafft Klarheit.

 

Von dem Geist der Zeit beeinflusst lebt die Sprache. Mit Ihr muss im richtigen Moment der richtige Impuls gesetzt werden, um nicht nur wirtschaftlich, sondern auch gesellschaftlich eine Verantwortung zu übernehmen. Auch wenn es anfangs schwer ist, lohnt es sich am Ende.

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