Nicht jeder Klick führt zu seinem Kauf, dafür könnten falsche Zielgruppen oder nervige Anzeigen der Grund sein. Über Retargeting können Sie Ihre potentiellen Kunden zurückgewinnen. Marketing-Experten setzten auf Retargeting, um die Kunden zurück in den Shop zu holen, da oft der Nutzer den Onlineshop wieder verlässt, den Bezahlvorgang abbricht und die Ware im Warenkorb liegen lässt. Hier erhalten Sie nun einen kleinen Einblick von den fünf häufigsten Fehlern, beispielsweise Zielgruppenanalyse oder der Frequenz der Abspielung, gemacht werden und wie diese vor Allem vermieden werden können.

Fehler 1: Produkte, die Nutzer schon gekauft haben, werden erneut angezeigt

Oft werden Produkte, welcher der Kunde bereits erworben hat, wieder in der Werbung angezeigt. Jedoch ist das aus der Marketingperspektive gesehen Verschwendung des Budgets, denn der Kunde wird wahrscheinlich nicht ein zweites Mal das gleiche Produkt nochmals kaufen, selbst im Falle er bräuchte es noch zweites Mal, so muss für den Kunden das Produkt nicht noch ein zweites Mal beworben werden. Irrelevante Anzeigen können auch ein negatives Bild auf die Marke oder das Unternehmen werfen.

To-do, um den Fehler zu vermeiden

Es muss im Vorfeld festgelegt werden, welche Zielgruppe angesprochen werden soll. Jedes Produkt verfügt über eine Produkt-ID, welche verfolgt werden kann von „Produkt angeklickt“, „in den Warenkorb gelegt“ bis zu „gekauft“. Kunden, die bereits das Produkt gekauft haben, müssen eine Zeit von der Kampagne ausgeschlossen werden, damit sie für das gleiche Produkt nicht wieder Werbung erhalten. Der Zeitraum, indem die Kunden ausgeschlossen sind von der Kampagne, ist davon abhängig welches Produkt sie gekauft haben. Beispielsweise werden Kunden, die monatliche Kontaktlinsen gekauft haben, mindestens vier Wochen aus der Kampagne genommen.

Fehler 2: Kunden, die schon gekauft haben, werden keine weiteren Produktvorschläge gemacht

Ein großer Fehler ist, Kunden die bereits ein Produkt gekauft haben, aus der Zielgruppe für weitere Werbung auszuschließen. Es heißt nicht automatisch, dass Ihre weiteren Produkte uninteressant für den Kunden ist, wenn dieser bereits ein Produkt bei Ihnen erworben hat. Indem Sie diese Kunden aus dem Retaregting ausschließen, verpassen Sie die Chance weiter passende Werbung in dessen Blickfeld zu platzieren.

To-do, um den Fehler zu vermeiden

Wenn ein Nutzer bereits eingekauft hat, so ist es wahrscheinlicher, dass er wieder bei Ihnen einkaufen wird. Um das zu unterstützen, sollten Sie unbedingt die Bestandskunden in Ihre Retargeting-Maßnahmen mit einbinden. Sie sollten komplementäre Produkte in den Werbeanzeigen erscheinen lassen. Optimal wird ein Algorithmus genutzt, welche die Warenkörbe der Nutzer analysiert, um die passenden Angebote, beispielsweise im ähnlichen Preisrahmen oder von derselben Marke, dem Kunden anzuzeigen. Ihre Kunden erhalten eine Inspiration zum Einkaufen, indem Sie ein bestimmtes Produkt festlegen, welches der Kunde kaufen soll.

Fehler 3: Die Zielgruppe wird im Kampagnen-Setup nicht richtig analysiert

Die gleiche Retargeting-Kampagne für alle Nutzer kann unmöglich funktionieren. Jeder Nutzer ist individuell und hat auch individuelle Ansprüche an Produktpräferenzen, unterscheiden sich im ihrer Demografie und ihrem Kaufverhalten. Wenn die Kampagne nicht richtig analysiert wird, wird oft Werbung verbreitet, auch bei den Kunden auf die dieses Produkt nicht passt. Dadurch ist die Werbung nicht mehr so effizient, wie es angedacht war und das Unternehmensimage leidet auch noch darunter.

To-do, um den Fehler zu vermeiden

Um den Kunden das richtige Produkt anzubieten, lässt es sich empfehlen diese in Cluster zu unterteilen. Dabei werden Kunden mit Gemeinsamkeiten in ein Cluster eingeordnet, beispielsweise Kunden, welche von einer bestimmten Marke, Farbe oder Kategorie gekauft haben. Die Herausforderung ist es, die Kunden richtig einzuordnen. Doch je besser geordnet, desto bessere Endergebnisse.

Fehler 4: Retargeting-Maßnahmen auf nicht aussagekräftigen Daten aufbauen

Wie so oft reicht eine Maßnahme nicht aus. Aussagekräftige Daten über die Nutzer zu sammeln, um diese den richtigen Clustern zuordnen zu können, ist schon ein guter Anfang. Jedoch werden Werbemaßnahmen an Effektivität verlieren, wenn die Retargeting-Kampagne auf Daten von geringer Qualität basieren.

To-do, um den Fehler zu vermeiden

Um zielorientierte Nutzer im Retargeting zu erreichen, müssen Sie unbedingt eine hohe Datenqualität nutzen. Eine hohe Datenqualität ist erreicht, wenn Ihr Cluster mindestens 1.000 Nutzer beinhaltet. Dadurch werden die Informationen der Zielgruppe erst wirklich repräsentativ. Die Schwierigkeit dabei ist, alle Interaktionen mit nur einem Produkt zu erfassen. Deswegen ist es lohnenswert, wenn das Tracking eines Produkts über alle Unterseiten Ihres Onlineshops kontinuierlich läuft.

Fehler 5: Die Retargeting-Kampagne wird Nutzern zu häufig ausgespielt

Viele Nutzer sind der Meinung, dass ihnen die Werbung zu oft ausgespielt wird. Dadurch sinkt die Rate der Interaktionen deutlich. Es ist schwierig das richtige Maß an genügender Ausspielung zu finden, damit die Kaufwahrscheinlichkeit steigt, denn sonst wird die Werbung zu häufig ausgestrahlt und nerven den Kunden damit.

To-do, um den Fehler zu vermieden

Die Häufigkeit der ausgestrahlten Werbung sollte geregelt sein. Es macht am meisten Sinn den Rhythmus selbst zu definieren, denn so haben Sie am meisten Kontrolle über die Kampagnenausspielung. Denn der Rhythmus unterschiedet sich ungemein, je nach Produkt und dessen Nutzungsdauer. Werden diese Fakten beachtet, so kann auf dieser Grundlage in einer angemessenen Häufigkeit die Kampagnenausspielung gesteuert werden.

Fazit: Gründliche Zielgruppenanalyse und hohe Datenqualität

Die meisten Probleme liegen in der oberflächlichen Zielgruppenanalyse und zu geringer Datenqualität. Sie müssen Ihre Zielgruppe genau analysieren um diese in die entsprechenden Cluster einteilen zu können. Wenn der Werbekampagne repräsentative Daten zu Grunde liegen, ist der Weg frei für Ihre erfolgreiche Retargeting-Kampagne.

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