Die Einstiegshürden für junge Gründer werden immer niedriger, da die Einstiegsbarrieren bei Erstellung von Online-Shops immer einfacher wird. Durch Konzepte wie beispielsweise Dropshipping wird der Einstieg in den E-Commerce-Bereich immer einfacher, wodurch der ganze Sektor enorm wächst. So sollen bis 2023 ca 95% der deutschen Verbraucher online einkaufen.

Einfacher Einstieg in E-Commerce

Natürlich sind Online-Konzerne wie Amazon oder eBay enorm dominant auf dem Markt, dies soll aber die Einsteiger nicht davon abhalten ihre Idee zu verwirklichen. Die perfekte Kombination für den Start ist der Innovationsdrang der jungen Gründer und der einfache Einstieg in den E-Commerce. Dadurch können viele Absolventen, Studenten und andere junge Menschen mit innovativen Ideen ihren Erfolg selbst in die Hand nehmen.Jedoch kann sich eine Unternehmungsgründung oft schwer gestalten, denn junge Menschen haben oft keine langjährige Berufserfahrung und erst recht kein Startkapital. Dennoch gestaltet sich die Gründung meist gar nicht so schwierig wie gedacht, wenn ein paar Dinge beachtet werden.

Dropshipping oder Auslagerung der Produktion

Es gibt viele nennenswerte Beispiele von Neugründungen von jungen Menschen, beispielsweise von Life-Style-Produkten. Ein erfolgreiches Unternehmen kann durch ein Minimum an Ressourcen entstehen, indem Dropshipping verwendet wird oder die Produktion der am Computer entworfenen Produkte ausgelagert wird. Neben der Entwicklung mobiler Apps sind innovative Start-Ups Vorreiter im Bereich des E-Commerce. Dabei kann es sich um Betreiben eigener Shops, also die Integration von Online-Shops, Apps, Innovationen und andere neue Modelle der Branche handeln. Die Voraussetzung dafür ist wenig Aufwand und wenig Startkapital. Dadurch lassen sich viele Ideen mit Hilfe eines einzigen Laptops zu einem lukrativen Unternehmen bilden. So kann schnell ein Unternehmen heranwachsen, auch wenn es einst eine spontane Idee war und man nicht gedacht hätte ein Unternehmen daraus entstehen zu lassen.

Gründung eines Start-Ups als Student

Die Gründung neuer Unternehmen ist vor allem bei technischen Studiengänge vertreten aber nicht nur dort. Oft sind die innovativen Ideen nur im Gespräch und werden leider nicht realisiert. Wobei auch die Gründung als Student nicht schwer ist. Die Basis dafür hier in Deutschland ist, dass jede geschäftsfähige Person befugt ist ein Unternehmen zu gründen und somit selbst aktiv zu werden. Dafür bieten auch viele Universitäten Gründungszentren und Stammtische für Start-Ups an, damit sich junge Unternehmer dort austauschen und Erfahrungen teilen können.

Höchstgrenze als Student beachten

An erster Stelle sollte die Krankenkasse informiert werden, dass eine selbständige Tätigkeit ausgeübt wird. Falls diese Tätigkeit 20 Arbeitsstunden pro Woche überschreiten sollte, so verliert der junge Unternehmer seinen Studentenstatus in Augen der Krankenkasse und wird als selbständiger Berufstätiger versichert. Auch der Bezug von BAföG muss berücksichtigt werden. Ein Nebenjob auf einer 450€ Basis ist jedoch kein Problem. Es darf weiterhin ein Höchstsatz von 4.500€ bezogen werden pro Jahr, was durch ein erfolgreiches E-Commerce auch gesprengt werden könnte. Es können auch die Vorteile eines Kleingewerbes genutzt werden. Beispielsweise müsste der Unternehmer so keine Gewerbesteuern zahlen, bei einem Jahresumsatz von 24.500€. Zusätzlich können Umsatz-, sowie Unternehmenssteuern gespart werden und auf eine Einnahm-Überschuss-Rechnung statt Bilanz und doppelte Buchführung bei einem Jahresumsatz bis zu 17.500€ verzichtet werden. Es würde genügen eine normale Steuererklärung in diesem Fall einzureichen.

Förderungsmöglichkeiten für junge Gründer

Leider werden viele Ideen nicht umgesetzt, da viele junge Menschen den Mut nicht haben. Jedoch liegt es auch oft an der Frage der Investition. Wobei das Startkapital für das E-Commerce überschaubar ist. Studenten haben nicht immer Rücklagen, wovon sie investieren können, jedoch würde oft ein kleiner Kredit reichen um zu starten. Andererseits würde eine von den Eltern unterschriebene Bürgschaft helfen, für beispielsweise der Anmietung von Büroflächen. Für Studenten gibt es auch verschiedene Fördermöglichkeiten, beispielsweise der KfW-Förderbank oder des EXIST-Programms. Das Programm ist ein Gründungsnetzwerk, welches die jungen Unternehmer mit Rat und Tat unterstützt, ein gutes Gründungsstipendium anbietet und umfassende Verbesserung der Gründungskultur für mehr Möglichkeiten anbietet. Ebenso stellen die Förderungen der Gründungszentren der Universitäten oft eine kostenlose Nutzung der von Büro-Arbeitsflächen zur Verfügung.

Minderjährige Gründer

Grundsätzlich ist kein festes Alter für die Gründung eines Unternehmens festgelegt. Jedoch gibt es zusätzliche rechtliche Hürden für Minderjährige, da eine volle Geschäftsfähigkeit in Deutschland erst nach der Vollendung des 18. Lebensjahres erhalten werden kann.Bis dahin sind Minderjährige beschränkt Geschäftsfähig. Das bedeutet, dass sie für viele Tätigkeiten noch das Einverständnis ihrer Eltern (oder anderer gesetzlicher Vertreter) benötigen. Das Familiengericht muss Minderjährigen daher den selbstständigen Betrieb eines Erwerbsgeschäfts gestatten. Dabei spielt die Reife für eine Geschäftsfähigkeit eine sehr wichtige Rolle, andererseits muss sichergestellt werden, dass die Bildung und Ausbildung der minderjährigen Unternehmer nicht unter den selbstständigen Tätigkeiten leidet. Da für gewöhnlich kein Privatvermögen vorhanden ist, sollte die Rechtsform so gewählt werden, dass die jungen Gründer nicht selbst haften müssen – eine UG (Unternehmergesellschaft) ist daher empfehlenswert.
Da so viel Bürokratie hier im Spiel ist, macht es oft keinen Sinn, mit knapp über 17 Jahren die Firmengründung anzustoßen. Der Prozess zieht sich häufig über mehrere Monate hin, weshalb es wohl schlauer ist, bis zum 18. Geburtstag zu warten.

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